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Israel Shahak:
Jüdische Religion,
Jüdische Geschichte
(Book online)
7
 


Befreiung von außen

In den letzten 150 Jahren hat der Begriff "Jude" eine doppelte Bedeutung erhalten, was besonders in den englischsprachigen Ländern einige gutmeinende Leute sehr verwirrte; sie meinten, daß die ihnen bekannten Juden, unter sozialen Gesichtspunkten gesehen, "repräsentativ" für die Juden "im allgemeinen" seien. In Osteuropa und in der arabischen Welt wurden die Juden von der Tyrannei ihrer eigenen Religion und ihrer eigenen Gemeinden durch äußere Kräfte befreit, jedoch zu spät und unter den Verhältnissen zu ungünstig für eine echte innere soziale Wandlung. In den meisten Fällen (besonders in Israel) hat sich die alte Vorstellung von der Gesellschaft, dieselbe Ideologie - speziell gegenüber Nichtjuden - sowie dasselbe vollständig falsche Geschichtsbild erhalten. Dies gilt auch für einige der Juden, die "fortschrittlichen" oder linken Bewegungen beitraten. Eine Untersuchung der radikalen, sozialistischen und kommunistischen Parteien fördert viele Beispiele versteckten jüdischen Chauvinismus und Rassismus derjenigen zutage, die diesen Parteien lediglich aus Gründen des "jüdischen Interesses" beitraten und in Israel eine Diskriminierung von "Nichtjuden" fordern. Man braucht nur nachzuprüfen, wieviele jüdische "Sozialisten" über den Kibbuz geschrieben haben, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, daß der Kibbuz eine rassistische Institution ist, die nichtjüdische Bürger Israels rigoros ausschließt, und daß dieses von uns angedeutete Phänomen keineswegs ungewöhnlich ist.

Ohne auf Ignoranz oder Heuchelei beruhende Klischees verwenden zu wollen, sieht man, daß das Wort "Judentum" (und die Wörter gleichen Ursprungs) zwei verschiedene und sogar gegensätzliche soziale Gruppen beschreibt; wegen der derzeitigen israelischen Politik schwindet das Kontinuum zwischen beiden sehr schnell. Einerseits gibt es die traditionelle und oben behandelte totalitäre Bedeutung, andererseits aber auch Abstammungsjuden, die den von Karl Popper "Offene Gesellschaft" genannten Ideenkomplex nach innen verlagert haben. (Insbesondere in den USA gibt es aber auch solche, die diese Vorstellungen zwar nicht verinnerlicht haben, aber dennoch versuchen, damit hausieren zu gehen.)

Man muß wissen, daß sämtliche angeblichen "jüdischen Charaktereigenschaften" (von unkundigen sogenannten Intellektuellen im Westen "den Juden" angedichtet) neue Merkmale sind, die während des größten Teils der jüdischen Geschichte unbekannt waren und erst hervortraten, als die Macht der totalitären jüdischen Gemeinde zu schwinden begann. Nehmen wir z.B. den bekannten jüdischen Humor. In der Vergangenheit war er nur während einiger kurzer Perioden in den Ländern anzutreffen, in denen die jüdische Oberklasse relativ wenig unter dem rabbinischen Joch zu leiden hatte, wie in Italien vom 14. bis zum 17. Jahrhundert oder im moslemischen Spanien. Vor dem 19. Jahrhundert ist dieser Humor in der hebräischen Literatur nicht nur selten zu finden, sondern Humor und Witze sind sogar durch die jüdische Religion strikt verboten, mit der bezeichnenden Ausnahme von Witzen über andere Religionen. Gegen die Rabbiner und die Führer der Gemeinde gerichtete Satire war nie Thema beim Judaismus, auch nicht in ganz geringem Maße wie beim lateinischen Christentum. Es gab keine jüdischen Komödien, wie auch die antiken Spartaner keine Komödien schrieben, und das aus ähnlichen Gründen.

Oder nehmen wir die Liebe zum Lernen. Mit Ausnahme eines rein religiös motivierten Lernens, das sich selbst in einem minderwertigen und degenerierten Zustand befand, beherrschte die Juden in Europa (und in etwas geringerem Ausmaß auch in den arabischen Ländern) vor etwa 1780 tiefe Verachtung und tiefer Haß gegenüber allem Lernen (mit Ausnahme des Talmud und der jüdischen Mystik). Große Teile des Alten Testaments, die gesamte nichtliturgische hebräische Poesie und die meisten Bücher über jüdische Philosophie wurden nicht gelesen, sondern mit dem Bann belegt. Strikt verboten war das Studium der Sprachen, ebenso wie das der Mathematik und der Naturwissenschaften. Völlig unbekannt waren Geographie und Geschichte, besonders die jüdische Geschichte. Der kritische Verstand, dieser angeblich singuläre Charakterzug der Juden, war überhaupt nicht zu finden, und nichts war so verboten, so gefürchtet und deshalb so verfolgt, wie die geringste Neuerung oder die harmloseste Kritik.

Es war eine in verachtenswertesten Aberglauben, Fanatismus und Unwissenheit abgeglittene Welt, eine Welt, in der sich das Vorwort zum ersten in hebräisch abgefaßten geographischen Werk (veröffentlicht 1803 in Rußland) darüber beklagte, daß viele bedeutende Rabbiner die Existenz des amerikanischen Kontinents deswegen leugneten, weil er "unmöglich" sei. Zwischen diesem jüdischen Milieu und dem, was der Westen oft als "typisch jüdisch" betrachtet, besteht mit Ausnahme des unrichtigen Adjektivs keine Gemeinsamkeit.

Viele der heutigen Juden hegt jedoch nostalgische Gefühle für dieses Milieu, das verlorene Paradies und die komfortable geschlossene Gesellschaft, aus der sie nicht so sehr befreit, sondern mehr vertrieben wurden. Ein großer Teil der zionistischen Bewegung wollte sie von jeher restaurieren - und gerade dieser Teil hat die Oberhand gewonnen. Viele der hinter der israelischen Politik stehenden Motive, die die armen, verwirrten westlichen "Freunde Israels" oft so verblüffen, lassen sich erklären, sobald man sie schlicht und einfach als Reaktion in der politischen Bedeutung dieses Wortes ansieht, als eine auf Zwang beruhende und in vielerlei Hinsicht einfallsreiche und deshalb illusorische Rückkehr zur geschlossenen Gesellschaft der jüdischen Vergangenheit.

Folgende Seite:
Hindernisse für das Verstehen

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Israel Shahak:
(Online)
"Jüdische Religion, Jüdische Geschichte":
Inhaltsverzeichnis: 

A/ 1- Israel - ein Utopia für Auserwählte?

B/ 6- Vorurteile und Verfälschungen

C/ 12- Orthodoxie und Interpretation

D/ 23- Die Bürde der Geschichte

E/ 33- Gesetze gegen Nichtjuden

F/ 49- Politische Konsequenzen




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Jewish History, Jewish Religion


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